3D-VIZARD

3D Virtuelle Zwillinge für Arbeitsschutz, Risikominimierung und Dokumentation

Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Gebäude müssen modernisiert, Industrieanlagen zurückgebaut und gefährliche Orte sicher saniert werden. Genau dafür startet immersight das Projekt 3D-VIZARD, welches vom Land Baden-Württemberg gefördert wird.

Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft soll in Ulm eine Lösung entwickelt werden, mit der gefährliche Orte wie asbestbelastete Räume oder Atomkraftwerke digital erfasst werden können – schnell, einfach und ohne teure Spezialtechnik.

In weniger als 60 Sekunden zum digitalen Zwilling

Millionen Projekt von immersight Rueckbau gefaehrlicher Orte mit immersight

Für die Erfassung soll eine Kombination herkömmlicher Techniken genutzt werden. Eine Smartphone-App und eine 360°-Kamera, in Kombination mit KI. Ziel ist es, Flächen von bis zu 100 Quadratmetern in weniger als 60 Sekunden zu erfassen und daraus einen digitalen Zwilling zu erstellen.

Besonderer Fokus liegt hierbei auf der Geschwindigkeit. Diese soll so hoch sein, dass nahezu täglich im “Vorbeilaufen” der Datenbestand aktualisiert und alle Vorgänge dokumentiert werden. Dennoch soll die Datenqualität und Tiefe ausreichend hoch sein, dass sogar 3D-Rekonstruktionen von kerntechnischen Anlagen möglich sind. Eine Herausforderung hierbei stellen Leitungen und Rohre dar, die mittels KI Pipe-Assistent detektiert werden sollen.

Mehr Sicherheit und bessere Zusammenarbeit

Der digitale Zwilling ermöglicht es Gutachtern, Behörden und Handwerksbetrieben, gemeinsam auf derselben Grundlage zu arbeiten, ohne ständig vor Ort sein zu müssen. Das erleichtert Abstimmungen, spart Zeit und erhöht die Sicherheit bei Arbeitseinweisungen und Sanierungsprojekten.

Gerade im Bereich Rückbau und Anlagenmanagement ist eine digitale Erfassung extrem wichtig. Nukleare Anlagen sind strahlenbelastet und der Rückbau muss lückenlos dokumentiert werden.  Die Anforderungen sind bei Kernkraftwerken sicherlich die höchsten die wir in Deutschland haben, aber auch andere gefährliche Orte sind nicht weniger relevant. Vielfach kommt Asbest vor und auch hier sind aufwändige Dokumentationen Pflicht. Gleichzeitig soll die Lösung so einfach und kostengünstig bleiben, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen damit arbeiten können.

Förderung und Projektpartner

Das vom Ulmer KI Start-Up initiierte Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 1.641.728 € und wird im Rahmen von Invest BW mit insgesamt 928.206 € gefördert. Die Projektpartner I.NEO Solutions GmbH, das Kompetenzzentrum Ausbau und Fassade, sowie die Universität Ulm arbeiten im Projekt tatkräftig zusammen.